Vereinsabend One-Shots: Was wollen wir eigentlich?

  • Beitrag von MetaControl ()

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().
  • Ich habe jetzt für den Samstag 04. 04. einmal eine Stunde eingetragen (17:30-18:30). Bitte um Meldungen, wer kommen möchte. Damit wir wissen, ob genug Leute (und Meinungen) da sind, dass eine Besprechung auch Sinn macht.

  • Vielleicht würd's mal helfen, hier das eine oder andere System zu posten, wo Leute, die sich als GM zur Verfügung stellen würden, auch 'ne Chance haben.

    Ich bin GM für Vampire (bzw. die gesamte World of Darkness) und Traveller. Beides ist nicht grad etwas, das als Einsteigersystem nützlich ist.

    Wenn mir jemand mal sagen würde, was man sich als Einsteigersystem zulegen sollte als GM... Ich würd mich gern zur Verfügung stellen.

    Allerdings sollt's halt ein System sein, wo man nicht erst 5+ Stunden den Leuten das System erklären muss, oder in dem die Charaktergenerierung 4+ Stunden dauert.

    So mir jemand sagt "Das System da, da geht's, da kann man vorgefertigte Charaktere einem Spieler geben und der wird damit Spass haben", das wär's wonach ich suchen würd.

    "Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic"
    - Arthur C. Clarke

    "Any technology distinguishable from magic is insufficiently advanced"
    - Barry Gehm

    "Any technology, no matter how primitive, is magic to those who don't understand it"
    - simple fact

  • Anhand der bisherigen Besprechung:

    Wir wollen 2-3 Systeme. Nicht zu viel verschiedenes, weil sonst kann man seine Charaktere erst recht nie weiterspielen (so viele Vereinsabende gibt es auch nicht pro Jahr).


    DSA4 hat sich im Verein früher für Vereinsabende, die sich eher an bestehende Mitglieder richten, gut funktioniert. Abgesehen von dieser Tradition, und der Tatsache, dass wir mehrere potenzielle SLs dafür haben, hat es auch andere Vorteile für mehrere SLs und spontanes Zusammenfinden, wie bekannte Welt, nicht allzu massiv divergent mächtige Charaktere (und graduelles aber oft machbares Steigern), und wenig Schwammigkeit in Regeln und Fähigkeiten.

    Also DSA4 wird wohl ziemlich sicher eines der Systeme.


    Nachdem die meisten Leute Fantasy wollen, und andere Genres viel stärker Geschmacksfrage sind, würde ich ein zweites Fantasy-Systemb evorzugen. Da DSA4 die simulationistischen und bodenständigen Ecken der Fantasy gut abdeckt, würde ich hier in die andere Richtung gehen: Lustig, Chaos, Action mit großen Monstern etc., und ziemlich alles geht Charakter- und Plot-mäßig, weil "A wizard did it!"

    D&D geht teilweise stilistisch in die Richtung (immer Editionsfrage), aber ist halt mit dem Levelsystem völlig ungeeignet.

    Bevorzugt sollte hier auch schneller Charakterbau möglich sein, und man nicht allzu viel Welt-Lore wissen müssen, damit man was hat, wo man leichter und schneller reinkommt als bei DSA (nicht alle wollen erstmal vorgefertigte Charaktere nehmen).

    Ich habe jetzt in der Schatzkiste mal Savage Worlds ausprobiert, weil ich denke,d as könnte auf die Anforderungen passen. Das Ergebnis des Testspiels gestern schien das zu bestätigen. (Und 24 Goblins, aufgeteilt auf 3 Kämpfe, metzeln, und sonst noch Dinge tun an dem Abend außer kämpfen, könnte man in vielen anderen Systemen vergesen.)


    Dann eventuell noch in System für nicht-Fantasy. Weil es da viel gibt, und weil mehrere Mitdiskutanten GURPS-Fans sind, vielleicht das. Da könnte man dann vielleicht sogar was Weltenspringendes machen, um nicht auf ein einzelnes Nicht-Fantasy-Genre festgelegt zu sein (BaneStorm als 2. Fantasy wurde auch vorgeschlagen, aber das ginge mir zu sehr in ähnlich simulationistische Richtung, die schon DSA4 abdeckt, und sooo schnell ist der GURPS-Charakterbau außer für Hardcore-Kenner auch nicht). Infinite Worlds ist zumindest einem der GURPS-Proponenten weniger sympathisch, aber irgendwas anderes in die Richtung ließe sich da vermutlich machen.

  • Meiner persönlichen Meinung nach sind 2-3 Systeme zu wenig. Da hatten wir in der Vergangenheit immer schon mehr. Ich vermute hier gibt es eine inkorrekte Annahme, dass wenn man die Anzahl der Systeme einschränkt, die gewählten Systeme dann häufiger angeboten werden. Ich würde eher davon ausgehen, dass die Leute die gerne andere Systeme als die gewählen Systeme anbieten würden dann einfach nix anbieten werden.

    ❓🔨⬇🍄

  • NARS ist keine Option?


    NaRS hat einen großen Nachteil für ein "mehrere SLs, gleicher Charakter"-Modell: Die Schwammigkeit der Rollen. Wenn man mit einem SL ausgemacht hat, was man sich gemeinsam unter "grummeliger zwergischer Ingenieur" vorstellt, und dann unter einem anderen SL spielt, kann der das ganz anders auslegen.

    Z.B. "Natürlich kann ein Zwerg mit Äxten und Armbrüsten umgehen, alle Zwerge können das!" vs. "Du bist zwergischer Ingenieur, nicht zwergischer Krieger, warum solltest du besser kämpfen können?" Oder während einer sozialen Szene ein "Du darfst da nicht mithelfen, jemand aufzumuntern, du bist grummelig, grummelige Leute muntern niemanden auf!"


    Meiner persönlichen Meinung nach sind 2-3 Systeme zu wenig. Da hatten wir in der Vergangenheit immer schon mehr. Ich vermute hier gibt es eine inkorrekte Annahme, dass wenn man die Anzahl der Systeme einschränkt, die gewählten Systeme dann häufiger angeboten werden. Ich würde eher davon ausgehen, dass die Leute die gerne andere Systeme als die gewählen Systeme anbieten würden dann einfach nix anbieten werden.


    Das wurde in der Besprechung explizit an die Schatzkiste ausgelagert, die ja neben den regulären Vereinsabenden weiterhin existieren soll.

    Aber wir haben 2 reguläre Vereinsabende im Monat. Selbst bei nur 2 Systemen kann man dann nicht damit rechnen, seinen Vereinsabend-Charakter mehr als einmal im Monat spielen zu können. Und das ist für viele Spieler wohl das absolute Minimum, noch eine Bindung zu dem Charakter aufbauen zu können. Was ja genau der Grund war, über eine Änderung des bisherigen Formats nachzudenken. Dass Leute genau das wollten.

    (Hier wäre es sehr hilfreich gewesen, wenn Leute, die das bei der GV propagiert haben, auch bei der Besprechung anwesend gewesen wären, um ihre genaue Sicht der Dinge darzulegen... So mussten wir in solchen Dingen eben von Annahmen ausgehen.)

  • Meiner persönlichen Meinung nach sind 2-3 Systeme zu wenig. Da hatten wir in der Vergangenheit immer schon mehr. Ich vermute hier gibt es eine inkorrekte Annahme, dass wenn man die Anzahl der Systeme einschränkt, die gewählten Systeme dann häufiger angeboten werden. Ich würde eher davon ausgehen, dass die Leute die gerne andere Systeme als die gewählen Systeme anbieten würden dann einfach nix anbieten werden.

    Außerdem hindert ja nichts die LEute die etwas anderes wollen außerhalb der offenen Vereinsabende offene Runden mit den Systemen die ihnen gefallen anzubieten. Bisher war jedoch weder das eine noch das andere groß der Fall.

    Durch die Einschränkung der System soll erreicht werden, dass von den erfahrenen Spielern und Clubmitgliedern halt 2 bis 3 zu den offenen Vereinsabenden kommen um mitzuspielen und den SL bei Neulingen zu unterstützen bzw. wenn keine Neulinge kommen das der SL trotzdem eine Runde hat und nicht umsonst kommt. Dies ist nun mal leichter wenn die SPieler wissen, dass sie Charaktere die sie haben weiter spielen und weiter entwickeln können. Daher sollen bei den gewählten Systeme auch möglichst brauchbar Anfängercharaktere und schon länger gespielte CHaraktere miteinander arbeiten können, ohne das die erfahrenen Charaktäre alles alleine machen und die Neuen sich daher nutzlos fühlen.

    Spieler die gerne neue Systeme ausprobieren haben, wie Smirg schon sagte, die Schatzkiste als Möglichkeit. Und wenn diese so begehrt wird, dass die Plätze dort ständig überbelegt sind dann müssen wir halt die Frequenz der Schatzkiste erhöhen und diese dann halt z. B. auch 2 Mal im Monat stattfinden lassen. Oder man überlegt, ob es nicht sinnmachen könnte, jede Runde mit einem neuen System, unabhängig wann diese gemeistert wird, unter dem Label Schatzkiste (quasi als Markenzeichen) anzubieten?

  • Dass Leute andere Systeme dann einfach an anderen Terminen leiten werden ist auch meine Vermutung, und aus Spielersicht machen die Argumente für eine relativ fixe Systemliste natürlich Sinn. Ich glaube nur nicht daran, dass man damit weitere SLs motivieren kann, diese Systeme zu leiten, wenn sie diese Systeme nicht so wie so schon leiten wollen.

    Bei DSA4 würde ich davon ausgehen, dass entsprechende Runden exakt von Werner und Herbert geleitet werden, und bei GURPS von Goofy und Patrick. Ich glaube für Savage Worlds haben wir im Verein derzeit niemanden, der ein unglaublich großer Fan davon ist.


    Ich mache jetzt mal folgende Vorhersage: Ein paar Monate nachdem diese System-Auswahl in Kraft tritt werden Leute sich beschweren, dass es für die offenen Vereinsabende viel zu wenige Spielleiter gibt und es immer an den selben paar Leuten hängen bleibt, dort was anzubieten. Und dann wird (sehr wahrscheinlich erfolglos) versucht werden, mehr SLs dazu zu bringen, die "offiziellen" Systeme zu leiten anstatt den Systemen, die sie eigentlich leiten wollen.

    Es ist jetzt zwar auch schon so, dass es Leute gibt, die *viel* leiten, und andere, die überhaupt nicht leiten, aber das liegt teilweise auch daran, dass eher neue/unbekannte SLs es oft schwer haben, für ihre Runden mehr als 1 bis 2 Spieler zu bekommen. Die offenen Vereinsabende waren da bisher eine Möglichkeit, spontan Leute für die entsprechenden Runden zu rekrutieren, zumindest in der Theorie.


    Es kann natürlich sein, dass ich mich da irre und im Verein dann plötzlich sehr viel mehr DSA4/GURPS/SavageWorlds-Spielleiter existieren als jetzt. Wenn das der Fall ist dürft ihr euch gerne über mich lustig machen (und ich würde auch gerne wieder mehr DSA4 spielen können und auch GURPS wieder mal ausprobieren), aber ich würde halt nicht davon ausgehen.

    ❓🔨⬇🍄

  • Zwei Spielleiter für ein System sind schon mal besser als überhaupt nur einer. :P

    Und wir haben nun mal sehr viele unterschiedliche System-Bevorzugungen unter den SLs im Verein. Außer bei D&D5 (das für das Vereinsabend-Format völlig ungeeignet ist), würde mir da jetzt grade nichts einfallen, was von mehr als 2 SLs gerne geleitet wird, geschweige denn regelmäßig.


    Ich hätte ich kein Problem, GURPS zu leiten. Das mache ich auch großteils aus dem Kopf. Ich würde aber für Vereinsabend-Runden eher dazu tendieren, die chaotisch-lustigen Abende mit eher einfachem System und spontaner Charakterbaumöglichkeit zu bedienen. Und da ist GURPS nicht meine erste Wahl. Das eignet sich viel besser für ernsthaft-simulationistischen Stil.


    Savage Worlds war auch nur eine Idee, weil das halt vom Spielstil ziemlich in die von mir gewünschte Richtung gehen würde, und auch für angehende SLs relativ leicht zu lernen sein sollte (leichter als GURPS oder DSA4 mit Sicherheit). Zwei potenzielle Neu-SLs haben sich auch schon für das System interessiert (Tschaki und Kathi).

    Ich habs selbst auch fast noch nie gespielt, und als System-Designer stoßen mir da auch ein paar Sachen sauer auf (die aber für unseren intendierten Einsatz einfach ziemlich irrelevant sein sollten, da überwiegen IMO die Vorteile klar - also kann ich diese Bedenken hier leicht zur Seite schieben), aber beim letzten Test hat es gut funktioniert. Und Herbert bietet jetzt auch wieder eine Runde damit an.

    Im Moment ist ohnehin alles noch in der Erwägungs-Phase. Für bessere Vorschläge sind sicher alle Beteiligten offen und dankbar. Gibt eh wieder mal zu wenige Leute, die sich auch nur an der Diskussion beteiligen...


    (Und ja, selbstverständlich habe ich auch angefangen, an einem eigenen System zu basteln, das quasi D&D-nur-besser-für-Vereinsabende als Ziel hat. Konnte ja gar nicht anders sein. :) Und ich bin auch schon bei ersten Spieltests. Aber das betrachte ich als rein akademische Übung und Spaß-Projekt, und werde es nicht mal auf eine Vorschlagsliste setzen. Wir brauchen irgendwas existierendes mit überschaubarem Regelbuch, was man auch mal Leuten in die Hand drücken kann, bevorzugt aus der Vereinsbibliothek.)

  • Wir haben zwei Probleme bei den Vereinsabenden:

    1) Zu wenige verschiedene SL: Jup das ist wirklich ein Problem das den wenigen SL die an den Vereinsabenden leiten immer wieder mal furchtbar ärgert. Dieses Problem wird meiner Meinung nach mit dem neuen System nicht wirklich behoben. Vor langer Zeit hatten wir im Verein auch nur ein paar Systeme die hauptsächlich an den Vereinsabenden gespielt wurden. Das waren AD&D, DSA3, Recon, Shadowrun3 und Star Wars D6. Dies waren die häufigst gespielten Systeme und daher hatte quasi jeder einen Charakter dafür und wer grundsätzlich gemeistert hat hat auch für eines dieser System mal gemeistert wenn er eine Idee hatte. Heute ist es, aus vielen Gründen, leider nicht mehr so. Die Leute die meistern können haben sich in die für sie bevorzugten Systeme zurück gezogen und bleiben dabei. Ich bin überzeugt davon, dass fodazd oder Goofy DSA4 auch leiten könnten. Daher liegt es weniger am Können als am Wollen der Spieleliter. Da liegt es eher an der Frage ob die Leute bereit sind über ihre Schatten zu springen und auch mal, quasi als Dienst am Verein, etwas zu leiten das sie nicht so mögen. Ich stimme Smirg zu, dass eine andere Systemauswahl dieses Problem nicht beheben wird. Ich glaube, dass viele verschiedene Systeme uns mehr Rundenangebote und potentielle SL bringen, uns dies aber zum anderen Problem führt.

    2) Zu wenige bis keine Spieler: Wir haben die zahl der offenen Vereinsabende deswegen reduziert, dass eben an diesen 2 Terminen im Monat sich die Vereinsmitglieder so zahlreich wie möglich treffen damit wir ein Angebot an Neulinge stellen können, das Vereinsleben und der Zusammenhalt gestärkt wird und wir Neulingen das Bild eines lebendigen Vereins abgeben. Davor war es so, dass einige wenige immer wieder vorbei gekommen sind und dann oftmals, wenn keine Neulinge kamen nach hause gingen, weil sie nur zu 2. oder zu 3. dasaßen. Noch schlimmer war die Situation wenn dann mal tatsächlich ein neuer Spieler aufgetaucht ist und wir den dann nach Hause schicken mußten weil außer dem SL und ihm sonst niemand kam. Und hin und wieder kam es sogar vor das der Verein zu blieb weil gar niemand (aufgrund der äußerst unbefriedigenden Situation) gekommen ist. Das eigentliche Ziel der Verringerung der Vereinsabende ist gescheitert, aber es hat zumindest dazu geführt, dass die geringe Anzahl an SL zumindest an (soweit ich weiß) jedem Abend zumindest eine Runde anbieten konnte. Außerdem hat es dazu geführt, dass Neulinge gebündelter kommen so dass man dann auch eine Runde zusammen gebracht hat. Bei meinen Vereinsabend Runden gelang, dies oft jedoch nur weil ich, sobald die Runde angekündigt war, aktiv Spieler angerufen und angeschriben habe um zumindest sicher zu stellen, dass wenn 1 Person kommt die Runde stattfinden kann. Teilweise hatte ich 1 Anmeldung für eine neue Person und keine weiteren Spieler. Da habe ich dann die anderen Mitspieler teilweise "angebettelt" dass sich jemand erbarmt damit es klappt. Außerdem führt der Spielermangel dazu, dass es sich zumeist nicht auszahlt, an einem Vereinsabend an dem bereits eine Runde angekündigt ist, eine 2. offene Runde anzubieten, da man fast sicher davon ausgehen kann, dass es für beide Runden nicht reicht. Ausgenommen hiervon sind Runden die quasi schon fix sind und die Möglichkeit bieten das noch 1 Spieler dazu einesteigen kann.

    Mit zu wenigen SL kann zumindest bisher der "Betrieb" mehr schlecht als recht aufrecht erhalten werden, aber wenn die Spieler fehlen wird aus einer Runde nichts. Daher sehe ich das Mitspieler-Problem als das größere der Beiden an. Denn selbst wenn man dann für einen oder 2 Leute meistert, hinterlässt dies, soweit ich von mancher Rückmeldung gehört habe, ein schlechtes Bild und die Spieler sehen wir oftmals nicht wieder.

    Außerdem führen zu wenige Spieler auch dazu, dass es immer weniger SL gibt. Wie wir auch der "leidvollen" Erfahrung lernen mußten, kommen immer weniger SL und bieten etwas an wenn nicht klar ist, dass sie etwas leiten können. Denn niemand sitzt gerne einfach rum und wartet. Diese Art der Zeitverschwendung tut sich nicht mal der Treueste SL auf Dauer an.


    Alternativ könnten wir versuchen zu sagen, dass wir an jedem Vereinsabend zumindest 3 SL da haben, die jeder eine andere Runde anbieten und die dann im Falle eines Falles bei dem mitspielen der eine Runde zusammen bringt. Dies führt aber auch wieder dazu, dass das "Ich mag das System und spiele es daher nicht" Problem wieder auftritt und dann wieder die SL umsonst da waren und einfach nach Hause gehen, wenn nichts zustande kommt. Oder aber man könnte verärgerte Neulinge und alste Hasen haben wenn dann jede Runde nur 1 Spieler hat und diese dann etwas spielen "müssen" für das sie sich nicht gemeldet haben. Daher bin ich da sehr skeptisch ob dies funktionieren könnte. denn hätten wir dieses "Ich mag das System und spiele es daher nicht" Problem gar nicht wären wir nicht in dieser Situation bzw. würde man sich jetzt nicht über die angedachten Möglichkeiten der wenigen Systeme aufregen, oder?

    2 Mal editiert, zuletzt von BigWolf ()

  • Beitrag von BigWolf ()

    Dieser Beitrag wurde vom Autor aus folgendem Grund gelöscht: Wurde nach einer Fehlermeldung irrtümlich doppelt gepostet ().
  • Da muss ich leider beipflichten.

    Mir ist es schon öfter passiert, dass ich eine Offene Runde anbiete, und dann vielleicht auch ein oder zwei Spieler hätte, aber wer anderer sitzt nur da und meint: "Nein, ich geh lieber wieder heim.", weil das Setting ihm nicht zusagt, oder er keine Lust hat, ein neues System zu probieren, oder was auch immer. Was dann für die schon vorhandenen Leute (und mich als SL, selbst wenn ich dann noch 2 Spieler habe und leite) nicht übermäßig befriedigend ist.

    Das Problem wird halt oft nur am SL festgemacht. Aber auch als Spieler sollte man eine gewisse Flexibilität zeigen (und auch die Bereitschaft, überhaupt mal vorbei zu schauen ohne "garantierte" Runde).


    Die meisten SLs im Verein - zumindest die, die für sowas leiten würden, das sind meist eh "alte Hasen" mit Kenntnis vieler Systeme - sind gefühlt oft eher bereit, über ihren Schatten zu springen, als Spieler. Und spielen dann halt auch mal wo mit, statt selbst zu leiten. Auch wenn sie Setting oder System nicht so besonders mögen.


    Ich spiel z.B. auch gelegentlich Vampire: The Masquerade, Warhammer Fantasy oder DSA4 mit, obwohl alles nicht so meins ist.

    Ich habe DSA4 sogar schon geleitet, und würde das bei Bedarf zumindest wieder mal versuchen. Da ist in meinem Fall nicht die Regelkenntnis das Problem, sondern die Settingkenntnis, und das nagende Gefühl im Hinterkopf, es könnte ein Spieler daherkommen mit: "Na, das geht so aber nicht, weil offiziell..." und mir damit den Plot blockiert (weil ich z.B. für irgendein Hinterwäldlerdorf einen Baron erfinde, der komisch drauf ist, um einen Plot zu erzeugen - aber irgendwo ist festgelegt, wer der örtliche Baron offiziell ist und was er so macht). Ist mir zwar (mit meinen wenigen, geleiteten Runden, primär mit Leuten, die ich diesbezüglich als kooperativ kenne) noch nicht passiert, habe ich aber schon von anderen gehört. Und auch wenn ich nicht damit rechne, dass es mir in der Praxis passiert, bleibt es halt als etwas ungutes Gefühl, wenn ich es leiten würde.

    (V:tM 20th Anniversery genauso, ich könnte es von der Regelkenntnis her wohl halbwegs leiten, aber das hat auch sehr viel festgelegtes Setting-Zeug, was ich halt als SL generell nicht mag - für andere mag das inspirierend sein, für mich primär einengend. Zumal V:tM sowieso von der Stil-Intention her nicht groß Oneshot-geeignet ist.)


    Sieht man jedenfalls leider auch hier in der Diskussion (und der vergangenen Vor-Ort-Besprechung) wieder: Ein paar Routine-SLs versuchen, ein Problem zu fixen, das ein paar Spieler oder nicht-offene-Runden-SLs eingemeldet haben, und von denen ist keine nennenswerte Beteiligung zu spüren, an der Behebung des Problems mitzuarbeiten.

    "Stellt erst mal das Angebot bereit, dann schau ich mir vielleicht, falls ich mal Zeit und Lust habe, an, ob ich da mitspiele."

    Aber ohne passenden Input und Mitarbeit im Vornhinein werden wir vermutlich nicht das richtige Angebot bereitstellen. Oder überhaupt nur die Motivation halten können, ein Angebot auf die Beine zu stellen.

    Ich frag mich ohnehin schon wieder einmal, ob die ganze Diskussion unsererseits überhaupt irgendeinen Sinn hat. Oder ob wir wieder einen Haufen Energie in etwas stecken, was dann sowieso wieder ignoriert wird. Wo dann drei, vier mal ein paar SLs dasitzen, vergeblich auf Spieler warten, sich dann vielleicht nur gegenseitig gnadenhalber an Runden beteiligen, und es dann wieder aufgeben. Wäre nicht das erste mal.

  • Zwei Spielleiter für ein System sind schon mal besser als überhaupt nur einer. :P

    Und wir haben nun mal sehr viele unterschiedliche System-Bevorzugungen unter den SLs im Verein. Außer bei D&D5 (das für das Vereinsabend-Format völlig ungeeignet ist), würde mir da jetzt grade nichts einfallen, was von mehr als 2 SLs gerne geleitet wird, geschweige denn regelmäßig.


    Das stimmt natürlich. Wobei das aus meiner Sicht ein Punkt ist, der *gegen* eine System-Beschränkung spricht. Wenn wir im Verein viele verschiedene System-Präferenzen haben, dann sollten wir meiner Meinung nach auch viele verschiedene Systeme anbieten.


    (Und ja, selbstverständlich habe ich auch angefangen, an einem eigenen System zu basteln, das quasi D&D-nur-besser-für-Vereinsabende als Ziel hat. Konnte ja gar nicht anders sein. :) Und ich bin auch schon bei ersten Spieltests. Aber das betrachte ich als rein akademische Übung und Spaß-Projekt, und werde es nicht mal auf eine Vorschlagsliste setzen. Wir brauchen irgendwas existierendes mit überschaubarem Regelbuch, was man auch mal Leuten in die Hand drücken kann, bevorzugt aus der Vereinsbibliothek.)


    War C&C nicht im Prinzip genau das? Das könntest du auch wieder mal leiten theoretisch. :P


    Die Leute die meistern können haben sich in die für sie bevorzugten Systeme zurück gezogen und bleiben dabei. Ich bin überzeugt davon, dass fodazd oder Goofy DSA4 auch leiten könnten. Daher liegt es weniger am Können als am Wollen der Spieleliter. Da liegt es eher an der Frage ob die Leute bereit sind über ihre Schatten zu springen und auch mal, quasi als Dienst am Verein, etwas zu leiten das sie nicht so mögen.


    Persönliche Meinung von mir: Ich glaube nicht, dass man das von den meisten Leuten erwarten kann. Der Verein ist am Ende immer noch eine Freizeitbeschäftigung, und warum sollte ich da etwas machen, was mich frustriert oder was ich dämlich finde? Eine mögliche Antwort ist, dass *andere* Leute das wirklich gut finden, aber das wirft die nächste Frage auf: Wäre das für die Spieler ein gutes Erlebnis, wenn der SL nicht so wirklich motiviert ist?

    Ja, ich könnte definitiv DSA4 leiten, aber ich bin nicht überzeugt, ob das für die Spieler so super wäre. Die letzten paar Male, wo ich DSA4 geleitet habe (jetzt auch schon 10+ Jahre her), ist oft die halbe Gruppe gestorben, was ein Nebeneffekt von einem frustrierten SL sein kann. Ein Problem das du vielleicht nachvollziehen kannst.


    Mit zu wenigen SL kann zumindest bisher der "Betrieb" mehr schlecht als recht aufrecht erhalten werden, aber wenn die Spieler fehlen wird aus einer Runde nichts. Daher sehe ich das Mitspieler-Problem als das größere der Beiden an. Denn selbst wenn man dann für einen oder 2 Leute meistert, hinterlässt dies, soweit ich von mancher Rückmeldung gehört habe, ein schlechtes Bild und die Spieler sehen wir oftmals nicht wieder.

    Außerdem führen zu wenige Spieler auch dazu, dass es immer weniger SL gibt. Wie wir auch der "leidvollen" Erfahrung lernen mußten, kommen immer weniger SL und bieten etwas an wenn nicht klar ist, dass sie etwas leiten können. Denn niemand sitzt gerne einfach rum und wartet. Diese Art der Zeitverschwendung tut sich nicht mal der Treueste SL auf Dauer an.


    Stimmt, wenn das Hauptproblem nicht der Mangel an SLs sondern der Mangel an Spielern ist, dann macht es Sinn, sich hauptsächlich an den Bedürfnissen der Spieler zu orientieren. Wenn wir also tatsächlich viele Leute im Verein haben, die sagen "Wir kommen für DSA4, GURPS und Savage Worlds, und wenn das nicht angeboten wird dann tauchen wir nicht auf.", dann macht eine Beschränkung auf diese Systeme zumindest theoretisch Sinn. Ich bin nur nicht überzeugt, dass das wirklich der Fall ist? *Haben* wir tatsächlich viele Spieler, die nur für diese Systeme auftauchen würden und für keine anderen?

    Wir könnten uns theoretisch mal überlegen, eine große Umfrage zu machen bezüglich "Welche Systeme würdet ihr gerne spielen?" und "Welche Systeme würdet ihr auf keinen Fall spielen?". Dann hätten wir zumindest mal eine bessere Datengrundlage für diese Diskussion, auch wenn die Eigung der jeweiligen Systeme für Vereinsabendrunden (Levelsystem, etc.) dann natürlich immer noch berücksichtigt werden müsste.


    Alternativ könnten wir versuchen zu sagen, dass wir an jedem Vereinsabend zumindest 3 SL da haben, die jeder eine andere Runde anbieten und die dann im Falle eines Falles bei dem mitspielen der eine Runde zusammen bringt. Dies führt aber auch wieder dazu, dass das "Ich mag das System und spiele es daher nicht" Problem wieder auftritt und dann wieder die SL umsonst da waren und einfach nach Hause gehen, wenn nichts zustande kommt. Oder aber man könnte verärgerte Neulinge und alste Hasen haben wenn dann jede Runde nur 1 Spieler hat und diese dann etwas spielen "müssen" für das sie sich nicht gemeldet haben. Daher bin ich da sehr skeptisch ob dies funktionieren könnte. denn hätten wir dieses "Ich mag das System und spiele es daher nicht" Problem gar nicht wären wir nicht in dieser Situation bzw. würde man sich jetzt nicht über die angedachten Möglichkeiten der wenigen Systeme aufregen, oder?


    Meiner persönlichen Meinung nach wäre das deutlich besser als eine Systembeschränkung. Wenn Leute heim gehen, weil sie das gewählte System nicht spielen wollen, dann ist das grundsätzlich ihre Sache, aber Leute *aktiv* heim zu schicken weil sie ein System spielen wollen das am konkreten Abend nicht "erlaubt" ist macht einen noch deutlich schlechteren Eindruck.

    Es kann aber durchaus sein, dass das Problem teilweise beim Kalender liegt: Wenn du als SL eine Runde angekündigt hast und die einfach nicht stattfindet, weil zu wenige Spieler sich angemeldet haben, dann willst du vielleicht nicht deine angekündigte Runde absagen und damit die 1-2 Leute enttäuschen, die sich schon dafür angemeldet haben um wo anders mitzuspielen?

    Wir könnten uns überlegen, bei Runden an offenen Vereinsabenden die Teilnehmerliste bei den Kalendereinträgen zu deaktivieren, mit dem Hinweis dass man sich stattdessen direkt beim offenen Vereinsabend anmelden soll, und es wird dann vor Ort entschieden, was tatsächlich gespielt wird? Bin mir nicht sicher, ob das Sinn machen würde, aber dann hätten wir vielleicht weniger das Problem mit "Ich habe zu wenige Anmeldungen für meine spezifische Runde und sage daher ab und komme nicht".


    Da muss ich leider beipflichten.

    Mir ist es schon öfter passiert, dass ich eine Offene Runde anbiete, und dann vielleicht auch ein oder zwei Spieler hätte, aber wer anderer sitzt nur da und meint: "Nein, ich geh lieber wieder heim.", weil das Setting ihm nicht zusagt, oder er keine Lust hat, ein neues System zu probieren, oder was auch immer. Was dann für die schon vorhandenen Leute (und mich als SL, selbst wenn ich dann noch 2 Spieler habe und leite) nicht übermäßig befriedigend ist.

    Das Problem wird halt oft nur am SL festgemacht. Aber auch als Spieler sollte man eine gewisse Flexibilität zeigen (und auch die Bereitschaft, überhaupt mal vorbei zu schauen ohne "garantierte" Runde).


    Jup. Man kann nur so oft Codex spielen, bevor man sich denkt man hat eigentlich was besseres zu tun.


    Sieht man jedenfalls leider auch hier in der Diskussion (und der vergangenen Vor-Ort-Besprechung) wieder: Ein paar Routine-SLs versuchen, ein Problem zu fixen, das ein paar Spieler oder nicht-offene-Runden-SLs eingemeldet haben, und von denen ist keine nennenswerte Beteiligung zu spüren, an der Behebung des Problems mitzuarbeiten.

    "Stellt erst mal das Angebot bereit, dann schau ich mir vielleicht, falls ich mal Zeit und Lust habe, an, ob ich da mitspiele."

    Aber ohne passenden Input und Mitarbeit im Vornhinein werden wir vermutlich nicht das richtige Angebot bereitstellen. Oder überhaupt nur die Motivation halten können, ein Angebot auf die Beine zu stellen.

    Ich frag mich ohnehin schon wieder einmal, ob die ganze Diskussion unsererseits überhaupt irgendeinen Sinn hat. Oder ob wir wieder einen Haufen Energie in etwas stecken, was dann sowieso wieder ignoriert wird. Wo dann drei, vier mal ein paar SLs dasitzen, vergeblich auf Spieler warten, sich dann vielleicht nur gegenseitig gnadenhalber an Runden beteiligen, und es dann wieder aufgeben. Wäre nicht das erste mal.


    Persönliche Meinung von mir: Nachdem eine System-Beschränkung an offenen Vereinsabenden aus meiner Sicht eine deutliche Verschlechterung gegenüber dem jetzigen Zustand wäre, bin ich stark dafür, die Sinnhaftigkeit *jetzt* zu hinterfragen, und nicht erst in ein paar Monaten, wenn dann klar ist, dass es nicht den gewünschten Effekt erzielt hat.

    ❓🔨⬇🍄

  • Persönliche Meinung von mir: Ich glaube nicht, dass man das von den meisten Leuten erwarten kann. Der Verein ist am Ende immer noch eine Freizeitbeschäftigung, und warum sollte ich da etwas machen, was mich frustriert oder was ich dämlich finde? Eine mögliche Antwort ist, dass *andere* Leute das wirklich gut finden, aber das wirft die nächste Frage auf: Wäre das für die Spieler ein gutes Erlebnis, wenn der SL nicht so wirklich motiviert ist?

    Genau das ist wohl die Frage! Schaut jeder nur mehr auf sich selbst und sein eigenes Vergnügen? Wenn ja dann brauchen wir uns nicht mehr groß Gedanken machen, denn dann wird der Verein früher oder später eh eingehen, und in diesem Fall hätt er es verdient. Diese Diskussion hatten wir bereits Anfang der 2000er und damals war die Situation so, dass wir noch mehr Leute hatten die bereit waren das persönliche Vergnügen dem Wohl des Vereins hintenanzustellen und ich hege die Hoffnung, dass wir auch heute noch genügend Leute haben denen der Verein wichtig genug ist. Heute ist der Verein sogar mehr als früher darauf angewiesen, dass wir Leute haben die sich als Vorstand, Lagerist, Bibliothekar, SL, auf Cons und bei so vielen anderen immer wieder im Verein anfallenden Tätigkeiten (Sauber machen, Umräumen, Aufbauen, ...) engagieren. Ich fürchte aber, dass dies mit eines der Probleme ist, da jeder nur eine gewisse Zeit und Energie zur Verfügung hat und zwar als Vorstandsmitglied vielleicht den Verein unterstützt, dann aber die Zeit zum leiten fehlt.

    Was die Motivation betrifft ist es eine Frage der Professionalität. Auch in der Arbeit gibt es Tage, an denen man vielleicht vollkommen mies drauf ist und trotdzdem wird erwartet, vor allem im Umgang mit Kunden, dass man seine Arbeit freundlich und ordentlich erledigt. Aber die von Dir geschilderten Ausmaße sollte es niemals annehmen. Wenn die Motivation für den Verein etwas zu tun jedoch nicht da ist, kann es sein, dass so etwas passiert, aber dann bist du, meiner Meinung nach, falsch als SL für offene Vereinsabende. Allerdings stellt sich dann auch die Frage, warum und wofür du hier diskutierst, wenn dass deine Einstellung zu dem Thema ist?

    *Haben* wir tatsächlich viele Spieler, die nur für diese Systeme auftauchen würden und für keine anderen?

    Wir könnten uns theoretisch mal überlegen, eine große Umfrage zu machen bezüglich "Welche Systeme würdet ihr gerne spielen?" und "Welche Systeme würdet ihr auf keinen Fall spielen?". Dann hätten wir zumindest mal eine bessere Datengrundlage für diese Diskussion, auch wenn die Eigung der jeweiligen Systeme für Vereinsabendrunden (Levelsystem, etc.) dann natürlich immer noch berücksichtigt werden müsste.

    Ich denke wir haben Spieler, die auch für andere Systeme kommen würden, aber die Frage ist ob sie regelmäßig kommen würden? Und so wie es aussieht scheinen für andere Systeme die Spieler, zumindest für offene Vereinsabend Runden, zu fehlen. Natürlich können wir eine Umfrage machen, aber was bringt es wenn dann heraus kommt, dass die Spieler am Liebsten Vampire the Maquerade, D&D5, ... spielen würden und diese System für die offenen Vereinsabend Runde, wie bereits festgestellt wurde, nicht wirklich geeignet sind? Oder wir stellen fest, dass es bei jedem System z. B. ca. 60 - 80 & des Vereins sagen würden, dass wollen wir überhaupt nicht? Die relevante Frage ist ob die Spieler die ein System wollen, bereit sind am offenen Vereinsabend nach möglichkeit zu kommen und gemeinsam mit Neulingen zu spielen, oder? Bei DSA4 trifft dies halt meist zu.


    Meiner persönlichen Meinung nach wäre das deutlich besser als eine Systembeschränkung. Wenn Leute heim gehen, weil sie das gewählte System nicht spielen wollen, dann ist das grundsätzlich ihre Sache, aber Leute *aktiv* heim zu schicken weil sie ein System spielen wollen das am konkreten Abend nicht "erlaubt" ist macht einen noch deutlich schlechteren Eindruck.

    In diesem Fall ist es dann nicht nur ihre Sache, weil damit der gesamte Zweck des Vereinsabend untergraben wird. Wie oben schon geschrieben: zu wenige Spieler = keine Reunde = Neuling entäuscht oder SL auf Dauer enttäuscht = Ende offener Vereinsabende. Außerdem wurde noch niemand weggeschickt, weil er ein anderes System anbietet und spielen will. Wäre das der Fall hätten wir nicht die ganzen geschlossenen Runden an den Vereinsabenden. Ausnahme hiervon wäre wenn alle Räume belegt sind, dann hätten die offenen Vereinsrunden den Vorzug, aber dann hätten wir dieses Problem nicht mehr, wenn das regelmäßig der Fall wäre.


    Es kann aber durchaus sein, dass das Problem teilweise beim Kalender liegt: Wenn du als SL eine Runde angekündigt hast und die einfach nicht stattfindet, weil zu wenige Spieler sich angemeldet haben, dann willst du vielleicht nicht deine angekündigte Runde absagen und damit die 1-2 Leute enttäuschen, die sich schon dafür angemeldet haben um wo anders mitzuspielen?

    Eigentlich sollten an den Vereinsabenden keine Runden abgesagt werden, es sei denn es gibt noch eine alternative Runde. Denn es sollte für den Fall das Neulinge kommen, eben offen sein und eine Runde angeboten werden. Sobald ein Neuling angemeldet ist, versuche ich die Runde irgendwie stattfinden zu lassen und falls ich in so einem Fall mal ausfalle, versuche ich immer einen Ersatz-SL zu schicken. Obwohl vielleicht ist es praktischer, wenn wir auf Anmeldungen bestehen und es so etwas wie einfach vorbei kommen nicht mehr gibt. Das würde einige Probleme beheben.


    Wir könnten uns überlegen, bei Runden an offenen Vereinsabenden die Teilnehmerliste bei den Kalendereinträgen zu deaktivieren, mit dem Hinweis dass man sich stattdessen direkt beim offenen Vereinsabend anmelden soll, und es wird dann vor Ort entschieden, was tatsächlich gespielt wird? Bin mir nicht sicher, ob das Sinn machen würde, aber dann hätten wir vielleicht weniger das Problem mit "Ich habe zu wenige Anmeldungen für meine spezifische Runde und sage daher ab und komme nicht".

    Falls du dich erinnerst, war das System am Anfang genau so. Es hat absolut nicht funktioniert. Erst auf den Hinweis von Herbert, dass wir eine Konkretes Angebot, am Besten mit Beschreibung, einstellen müssen, ist es besser geworden, aber damit hat sich auch die Erwartungshaltung der vorrbei kommenden Spieler geändert. Mir wäre es auch lieber wir hätten noch die guten alten Zeiten wo wir uns am Vereinsabend treffen und sich dann die RUnden bilden, aber ich fürchte diese Zeiten gehören wirklich der Vergangenheit an. Früher hat es funktioniert weil zumeist 4 - 6 Spieler einer quasi fixen Runden da waren, die auch bereit waren für den Fall der Fälle mal was anderes zu machen bzw. die Spieler sich dann halt (widerwillig) der vorhandenen Runde angeschlossen haben. Als die Spieler mit der Zeit ausblieben, weil sie irgendwann gesagt haben dass sie lieber Kampagnen spielen bzw. Neulinge ihr Spielgefühl stören, blieben diese immer häufiger Weg. Dadurch sind SL immer häufiger Heim gegangen weil keine Runden zustande kamen, ... Solange sich nicht wieder eine flexible Gruppe an Spielern findet die so etwas wieder aufzieht sehe ich keine Chance auf ein Revival.

  • Persönliche Meinung von mir: Nachdem eine System-Beschränkung an offenen Vereinsabenden aus meiner Sicht eine deutliche Verschlechterung gegenüber dem jetzigen Zustand wäre, bin ich stark dafür, die Sinnhaftigkeit *jetzt* zu hinterfragen, und nicht erst in ein paar Monaten, wenn dann klar ist, dass es nicht den gewünschten Effekt erzielt hat.

    fodazd Mich würde echt interessieren, inwieweit das neue System für dich eine deutliche Verschlechterung darstellt? Ich bin wohl zu Betriebsblind denn ich sehe keinen einzigen Punkt der es für dich schlechter macht, oder?

  • Was die Motivation betrifft ist es eine Frage der Professionalität. Auch in der Arbeit gibt es Tage, an denen man vielleicht vollkommen mies drauf ist und trotdzdem wird erwartet, vor allem im Umgang mit Kunden, dass man seine Arbeit freundlich und ordentlich erledigt. Aber die von Dir geschilderten Ausmaße sollte es niemals annehmen. Wenn die Motivation für den Verein etwas zu tun jedoch nicht da ist, kann es sein, dass so etwas passiert, aber dann bist du, meiner Meinung nach, falsch als SL für offene Vereinsabende. Allerdings stellt sich dann auch die Frage, warum und wofür du hier diskutierst, wenn dass deine Einstellung zu dem Thema ist?


    Im Verein will ich nicht "professionell" sein. Der Verein sollte meiner Meinung nach ein Kontext sein, wo ich mich erholen, Spaß haben oder interessante Dinge erleben kann. "Professionell" kann ich sein, wenn ich dafür bezahlt werde.

    Ich diskutiere hier mit, weil ich die geplante Systemeinschränkung für eine schlechte Idee halte und sie wenn möglich verhindern möchte.


    Ich denke wir haben Spieler, die auch für andere Systeme kommen würden, aber die Frage ist ob sie regelmäßig kommen würden? Und so wie es aussieht scheinen für andere Systeme die Spieler, zumindest für offene Vereinsabend Runden, zu fehlen. Natürlich können wir eine Umfrage machen, aber was bringt es wenn dann heraus kommt, dass die Spieler am Liebsten Vampire the Maquerade, D&D5, ... spielen würden und diese System für die offenen Vereinsabend Runde, wie bereits festgestellt wurde, nicht wirklich geeignet sind? Oder wir stellen fest, dass es bei jedem System z. B. ca. 60 - 80 & des Vereins sagen würden, dass wollen wir überhaupt nicht? Die relevante Frage ist ob die Spieler die ein System wollen, bereit sind am offenen Vereinsabend nach möglichkeit zu kommen und gemeinsam mit Neulingen zu spielen, oder? Bei DSA4 trifft dies halt meist zu.


    Wir könnten die Umfrage natürlich beschränken auf Systeme, die sich für offene Vereinsabende auch eignen. Und selbst wenn wir feststellen, dass bei jedem System 60-80% der Leute es nicht spielen würden, ist das für uns eine wertvolle Information: Wenn wir das wissen, können wir uns den Aufwand ersparen, diese Systeme zwanghaft durchdrücken zu wollen als "Universalsystem" für den Verein.

    DSA4 ist tatsächlich eines der besseren Systeme für offene Vereinsabende, aber es gibt auch genug Leute, die DSA4 nicht spielen wollen.


    In diesem Fall ist es dann nicht nur ihre Sache, weil damit der gesamte Zweck des Vereinsabend untergraben wird. Wie oben schon geschrieben: zu wenige Spieler = keine Reunde = Neuling entäuscht oder SL auf Dauer enttäuscht = Ende offener Vereinsabende. Außerdem wurde noch niemand weggeschickt, weil er ein anderes System anbietet und spielen will. Wäre das der Fall hätten wir nicht die ganzen geschlossenen Runden an den Vereinsabenden. Ausnahme hiervon wäre wenn alle Räume belegt sind, dann hätten die offenen Vereinsrunden den Vorzug, aber dann hätten wir dieses Problem nicht mehr, wenn das regelmäßig der Fall wäre.


    Natürlich ist das ungut, wenn Leute gehen und die entsprechenden Runden dadurch nicht zustande kommen. Aber was willst du da dagegen machen? Zwingen können wir die Leute auch nicht.

    ...Und wenn Leute *nicht* weggeschickt werden, wenn sie an einem offenen Vereinsabend andere Systeme anbieten, dann habe ich das scheinbar missverstanden und weiß nicht so ganz, wie das mit der Systembeschränkung gemeint ist?


    Falls du dich erinnerst, war das System am Anfang genau so. Es hat absolut nicht funktioniert. Erst auf den Hinweis von Herbert, dass wir eine Konkretes Angebot, am Besten mit Beschreibung, einstellen müssen, ist es besser geworden, aber damit hat sich auch die Erwartungshaltung der vorrbei kommenden Spieler geändert. Mir wäre es auch lieber wir hätten noch die guten alten Zeiten wo wir uns am Vereinsabend treffen und sich dann die RUnden bilden, aber ich fürchte diese Zeiten gehören wirklich der Vergangenheit an. Früher hat es funktioniert weil zumeist 4 - 6 Spieler einer quasi fixen Runden da waren, die auch bereit waren für den Fall der Fälle mal was anderes zu machen bzw. die Spieler sich dann halt (widerwillig) der vorhandenen Runde angeschlossen haben. Als die Spieler mit der Zeit ausblieben, weil sie irgendwann gesagt haben dass sie lieber Kampagnen spielen bzw. Neulinge ihr Spielgefühl stören, blieben diese immer häufiger Weg. Dadurch sind SL immer häufiger Heim gegangen weil keine Runden zustande kamen, ... Solange sich nicht wieder eine flexible Gruppe an Spielern findet die so etwas wieder aufzieht sehe ich keine Chance auf ein Revival.


    Ich bin mir nicht sicher, ob das "nicht funktioniert hat". Die 2 offenen Vereinsabende pro Jahr haben wir erst seit ungefähr einem Jahr, und ich glaube das sollte man nicht vergleichen mit der Situation davor, wo *jeder* Freitag/Samstag theoretisch offener Vereinsabend war.

    Sobald du fix ein Angebot in der Kalender stellst mit Teilnehmerliste wo 1-2 Leute drauf stehen, ist es halt deutlich schwieriger zu sagen "Nein, ich habe dafür nicht genug Spieler, ich spiele bei einer der anderen Runden mit stattdessen". Ich glaube das könnte zumindest einer der Gründe sein, warum Leute nicht mehr spontan wo mitspielen wollen. Weil sie haben sich ja schon bevor sie aufgetaucht sind festgelegt, was sie machen wollen.


    Mich würde echt interessieren, inwieweit das neue System für dich eine deutliche Verschlechterung darstellt? Ich bin wohl zu Betriebsblind denn ich sehe keinen einzigen Punkt der es für dich schlechter macht, oder?


    Ich würde gerne an offenen Vereinsabenden andere Systeme spielen/leiten können als DSA4, GURPS und Savage Worlds. Manchmal ergibt es sich bei der Terminfindung, dass alle Leute exakt an dem Termin Zeit haben, wo ein offener Vereinsabend ist, und es wäre sowohl für diese Runde als auch für den Verein schlechter, wenn die sich dann eine andere Location suchen müssten wegen der System-Beschränkung.

    ❓🔨⬇🍄

  • Ein weiterer Punkt: Bei den Diversitätsabenden (wie sie noch so geheißen haben) hat es meiner Meinung nach sehr gut funktioniert, dass Leute spontan aufgetaucht sind und sich dann erst vor Ort entschieden haben, wo genau sie mitspielen wollen. *Möglicherweise* war das deshalb, weil es üblicherweise keine eigenen Termineinträge mit Teilnehmerlisten für die einzelnen angebotenen Runden gegeben hat?

    ❓🔨⬇🍄

  • fodazd Ich glaube, dass wir vollkommen unterschiedliche Vorstellungen haben was ein offener Vereinsabend sein soll und deswegen haben wir auch so unterscheidliche Ansichten.

    Soweit ich es Verstanden habe ist der offene Vereinsabend dazu gedacht, dass Neulinge an diesen Tagen zu uns kommen können um sich den Verein an zu schauen und uns kennen zu lernen. Dieses Angebot soll möglichst Niederschwellig (also auch ohne Forum und Anmeldung) sein und möglichst regelmäßig, dass sich die Leute darauf einstellen können und wir diese Termine bereits Monate im vorhinen bekannt geben können (z. B auf Cons).

    Das heißt der offene Vereinsabend soll eine Dienstleistung des Vereins darstellen, weswegen ja gerade auch etwas dahin gehend geändert wird, dass die SL an den Vereinsabenden z. B. keinen Abendbeitrag entrichten sollen, ...

    Daher sehe ich diese Abende nicht als Teil des Freizeit-Teils des Vereins sondern wie bei den Cons als Arbeitsdienst. Daher würde ich dort von den SL, ... eine gewisse Leistungsbereitschaft und Professionalität ewrwarten.

    Für alles andere, wie sonstige Runden die man sich zusammen sucht, ... braucht es keinen offenen Vereinsabend, da man sich das übers Forum selbst organisieren kann. Dies geschieht ja auch schon und so kommt es dazu, dass wir eben auch an den Vereinsabenden andere Runden z. B: Mistery Island stattfinden.

    Die Beschränkung auf wenige System soll daher dafür sorgen, dass nicht nur SL sondern auch Spieler für diese Dienstleistung da sind.

  • Ein weiterer Punkt: Bei den Diversitätsabenden (wie sie noch so geheißen haben) hat es meiner Meinung nach sehr gut funktioniert, dass Leute spontan aufgetaucht sind und sich dann erst vor Ort entschieden haben, wo genau sie mitspielen wollen. *Möglicherweise* war das deshalb, weil es üblicherweise keine eigenen Termineinträge mit Teilnehmerlisten für die einzelnen angebotenen Runden gegeben hat?

    fodazd Ich war zwar bei keinem Diversitätsabend dabei, aber nach allem was ich gehört habe stimmt das so nicht. Wie oben beschrieben wart ihr eine relativ klare Gruppe von ein paar Leuten die sich einen Termin ausgemacht haben an dem sie spielen wollen und habt andere eingeladen dazu zu stoßen. Wenn ihr euch vorher nicht abgesprochen hattet, dass zumindest eine mindestanzahl an Leuten gekommen ist hattet ihr keine Termine. Seit die Diversitätsabende auch einem fixen Rythums folgen scheint es auch dort nicht mehr so gut zu klappen, oder?