Posts by qch3n

    Vielleicht vorab der Disclaimer, ich bin zwar Vereinsmitglied, war aber noch nie im Vereinslokal, und hab daher wahrscheinlich eine etwas andere Perspektive


    > 1) Als was ich den Verein sehe:

    > 2) Was ich mir vom Verein erwarte:

    > 3) Was der Verein für mich ist:


    Ich fasse mal die Drei Fragen zusammen.

    Grundsätzlich finde ich die Frage "Warum überhaupt ein Verein fürs Rollenspiel" eine sehr fundamental spannende Frage. Rollenspiel-Communities haben in meiner Erfahrung oft das Problem, dass Leute dort entweder primär sind um sich davon abzulenken, dass die niemenschen zum Spielen haben, oder um eine Stamm-Gruppe zu finden und dann abzuhauen. Das hat meistens strukturelle Gründe, die glaub ich gar nicht so leicht zu identifizieren sind. Manchmal hat es so ein bisschen den Anschein von einem Datingportal - es bilden sich Beziehungen, die mal besser mal schlechter sind, und wenn passt tauchen die Menschen auf einmal gar nicht mehr auf. Der Effekt würde wahrscheinlich durch ein Lokal reduziert werden, weil dann auch ein anderes Service Offering dazu kommt (es ist ned immer einfach Platz zum Spielen zu haben), aber glaub das er auch in solchen Fällen existiert.


    Also warum dann überhaupt ein Verein? Die Statuten sind hier eher gering gehalten und schreiben "die Förderung und Ausübung des Rollenspiels, sowie das Kennenlernen anderer Personen und die Kommunikation mit ihnen" im Vereinszweck. (Wenn wir da das Wort Rollenspiel austauschen sind wir schnell wieder bei der Dating Analogie :D ) Was hier auf jeden Fall abgebildet wird, sind Menschen, die Gruppen zum Spielen suchen. Ich würde auch die generelle Verbreitung des eigenen Hobbies darin sehen, wobei das durchaus schwieriger zu erreichen ist. Vor allem aber glaube ich soll eine Verbundenheit der Vereinsmitglieder und eine Gemeinschaft erreicht werden, was die schwierigste Aufgabe ist.


    Weil ich grade in meiner Rolle als Textualist so tief drinnen stecke, noch der Hinweis, das im Bezug auf das Vereinslokal nur die "Bereitstellung eines Versammlungsortes" (§3 Abs 2d der Statuten) genannt wird.


    Persönlich sehe ich im Bereich des Rollenspiels vor allem die Schwierigkeit, neuen Menschen den Zugang zu ermöglichen. Obwohl wir gerade in einem enormen Boom der Szene sind, sind die Hürden vor dem einfach Spielen oder gar Leiten doch recht hoch. Förderung des Rollenspiels heißt für mich persönlich, genau dort anzusetzen - bespielsweise durch Mentor_innen oder "Selbsthilfe Gruppen" oder auch einfach nur die Möglichkeit etwas im sicheren Rahmen auszuprobieren.


    Weiters finde ich es einen enormen Mehrwert Spielstile und Erfahrungen von anderen Leuten mitzubekommen und zu erleben. Mir fällt immer wieder auf wie mein eigener Spielstil und aus Leitungsstil immer klarer definiert wird, je länger ich im eigenen Saft koche, und da hilft neue Inspiration und Erfahrung enorm mich selbst dabei weiterzuentwickeln.


    COVID hat denke ich hier, so wie in den meisten anderen Vereinen auch, viel am Gemeinschaftsgefühl genommen. Der fehlende gemeinsame Raum führt da unweigerlicht dazu. Ich denke da könnte ein Vereinslokal helfen, bin mir aber nicht sicher ob das die einzige Lösung ist. Vielmehr denke ich das vorallem gemeinsame Projekte hier beim zusammenhalt helfen können. Gemeinsames Welten bauen oder eine (digitale?) Vereinszeitschrift wären gerade meine zwei spontanen Ideen. Aber es gibts sicher noch mehr (oft auch einfachere) Dinge die wir gemeisam machen könnten, um den Austausch zu fördern


    > 4) Was ich persönlich tun will, das der Verein mir das Bieten kann was ich mir vorstelle:

    Ich würde gerne an so einem gemeinschaftlichen Projekt mitwirken, oder es auch initiiren und antreiben falls gewünscht. Was genau bin ich noch unsicher. Wenn ich grad weniger im Stress bin würde ich auch gerne mal einen Vortrag halten.


    > 5) Was braucht der Verein um in 35 Jahren noch zu bestehen:

    Ein besser definiertes Ziel. Offenheit für neue Leute und Ideen.


    > 6) Wieviel wäre euch der Besuch des Vereinslokals wert?

    Unsicher - bin momentan nicht mehr wirklich täglich in Wien, also kann es für die seltenen Besuche für mich gerne etwas Kosten. Allerdings wäre es mir wichtig, einfaches dazustoßen und ausprobieren als höchste Priorität zu halten.

    Ich wollt hier eigentlich gestern schon was reinschreiben, hat aber etwas länger gebraucht.

    Ich hab mal den Pitch etwas erweitert. Text ist auf Englisch, einfach weil mir da das Schreiben einfacher fällt - hoffe das ist kein Problem.
    Faction Game Pitch

    Danke an die vielen Medienvorschläge! Mal schaun was ich in meiner Winterzeit so alles unterbringen kann.
    Danke auch an die Interessensverkündungen - Ich fänds echt cool wenn wir das auf die Reihe bringen!

    Hallo zusammen!

    Kurzfassung zuerst: Ich würde gerne ein kollaboratives Worldbuilding Projekt starten um eine shared Fiction für Stars Without Number (SWN) Vereinsabendrunden zu haben. Wenn du Interesse daran hast eine mächtige Fraktion mit zu lenken und dich in der Kunst der Diplomatie zu üben, dann bist du hier genau richtig!

    Die Idee wäre mit Hilfe des Faction Systems von SWN den Sektor zum Leben zu erwecken, wobei jede mitspielende Person die Möglichkeit hat einer dieser Fraktionen beizutreten und diese sowohl im Konflikt zwischen den Fraktionen als auch im Worldbuilding zu vertreten.

    Ich hab bei einem ähnlichen Projekt schon mal teilgenommen und da zwei Jahre damit verbracht, und es haben sich dabei sehr coolen Geschichten ergeben und es war ein extrem interessantes Erlebnis. Das ganze ist in sehr viel Rollenspiel (sowohl in Traditioneller als auch in Text-Basierter Form ohne Spielleiter_in) ausgeartet und ich denke mir, dass das gerade in so einem Verein interessant sein könnte.

    Bevor ich da allerdings groß ins Detail gehe würd ich gerne mal in die Runde Fragen - gibt's hier Interesse für sowas? Bitte um Emoji-Reaktions für generelles Interesse und Fragen gerne hier oder auch per Direktnachricht an mich stellen.

    Stars Without Number hat auch eine Gratis Version.

    Edit: Hier entlang zum umfangreicheren Pitch

    * Wir haben mit Webcam gespielt. Ich fand es in diesem Fall wichtig, die Reaktionen meiner MitspielerInnen zu sehen und damit auch erkennen zu können, ob noch alle mit Spaß und Begeisterung bei der Eskalation dabei sind, selbst wenn es dem eigenen Charakter gerade weniger gut geht.

    Glaub das ist für mich dabei einer der wichtigsten Punkte - gerade bei PC Conflict ist ein offener Meta Channel, und ein Auge auf die Grenzen der Mitspieler_innen enorm wichtig! Eine Herangehensweise, die kollaberativ und kompetitiv gleichzeitig ist, wird nur erschwert, wenn Menschen nicht für Empathie und Metakommunikation offen sind.

    Player versus Player bedeutet, dass sich zwei Spieler*Innen antagonistisch Gegenüber stehen. Am Ende ist eine die Gewinnerin, wie bei Brettspielen oder im Sport.

    Alles andere ist Character versus Character und braucht keine besonderen Systeme oder Regeln.

    Ich glaub ich hab ein ungefähres Verständniss wo diese Unterscheidung herkommt, würde diese allerdings möglicherweise etwas challengen. Für mich ist die Idee, dass sich Spieler_innen antagonistisch gegenüber stehen (im Rahmen des Spiels -> Persönliche Schwierigkeiten sind ein eigenes paar Schuach) nicht unbedingt zur Folge, dass Gewinnen oder Verlieren Teil des Rollenspiels wird. Kurz gesagt - auch bei dem was ich unter PvP kommt der Spaß nicht vom Gewinnen.

    Ich würde PvP im Rollenspiel in etwa so beschreiben: Das, dem Spiel zugrundeliegende, Konfliktfeld wird um Elemente von (ethischen, moralischen, sozialen, physischen) Konflikten zwischen den Characteren von Spieler_innen erweitert. Besondere Systeme und Regeln sind hier eher nebensächlich, da die meisten Rollenspiele bereits Resolutionssysteme haben.

    Ein Graubereich der hier vielleicht auch der Diskussion hilft, wäre Everyone is John - hier wird mit mehreren Personen an einem Charackter gespielt und die Spieler_innen haben Möglichkeiten einander die Kontrolle über den Charakter für eine Zeit zu entziehen. Dabei wird explizit der Entscheidungskonflikt zwischen den Spieler_innen in den Vordergrund gerückt. Ich würde das schon auch als PvP verstehen.


    In meinen Spielen ist PvP und CvC aufgrund meiner Erlebnisse mit beidem, explizit über die Tisch-Etikette untersagt:

    Kannst du eventuell deine Erlebnisse die zu der Entscheidung geführt haben schildern?

    Und auch generell, bin ich unsicher ob PvP/CvC wirklich unter "Spaß auf Kosten anderer" fallen muss (in manchen Fällen wir das leider vorkommen). Für mich bietet beispielsweise dieses Video von John Harper einen sehr interssanten Ansatz. Im Endeffekt geht's ja im Rollenspiel darum gemeinsam interessante Geschichten zu erzählen, oder?

    Hi :)

    Ich bin in letzer Zeit ein paar mal in meinen Gedanken über das Thema Player vs Player in Rollenspielen gestolpert und wäre interessiert daran von anderen Spieler_innen und Spielleiter_innen zu hören, wie ihr mit dem Thema so umgeht.

    Eine handvoll Impulsfragen:

    • Wie sehr macht ihr euch Gedanken dazu oder sprecht ihr das Thema PvP in euren Runden an?
    • Welche Systeme haben bei PvP für euch bisher gute/schlechte Erfahrungen hinterlassen? Welche Systeme würdet ihr als geeignet sehen? Woran lässt sich das für euch festmachen?
    • Wie verändert sich die Rolle der Spielleiter_in bei Runden die PvP inkludieren?

    PvP muss jetzt nicht zwingen heißen, dass zwei PCs sich bis zum Tode bekämpfen - ich würde das Spektrum zwischen Starke Meinungsverschiedenheiten über Intrigue und Backstabbing bis hin zu dediziertem Antagonismus sehen.

    Ich bin schon gespannt auf eure Meinungen und Erfahrungen!

    Also ich würd gern mitmachen nur find ich deine Vorschläge garbage.

    So wie du das schreibst, grenzt du 90% vom Verein aus da A) nicht jeder leiten will
    B) ned jeder immer Zeit hat
    C) ned jeder Systeme hat, die er no nie gleitet hat, manche habm nur dnd zu Hause stehen dürfen die ned mitspielen nur, weil du sagst, dass jeder mal leiten muss?

    Find deine Aussage absolut nicht cool und sehr ausgrenzend, natürlich soll ma die Leute ermutigen mal selbst zu leiten aber so wie du das schreibst, hört sich das sehr stark nach Privatclub der Spielleiter an.


    Hi - das kam beim Lesen grad für mich sehr heftig und aggressiv rüber. Hoffe ich hab dich hier nicht irgentwie beleidigt oder sonstwas.

    Meine Vorschläge sind nur Vorschläge -> ich sehe durchaus auch die Schwierigkeiten darin, und würde mich dabei um konstruktives Auseinandersetzen freuen!

    Die Vorschläge und die Idee für dieses Format kommt (zumindest meines Verständniss nach) aus der Ecke von Spielleiter_innen und Spieler_innen, welche oft vergeblich nach Leuten suchen die sich explizit dafür Zeit und Energie nehmen neue Systeme und Ideen auszuprobieren. Dabei ist es umsowichtiger aktive Unterstützung der Gruppe zu haben und ein aktives Interesse an neuen Systemen. Ich sehe es absolut als wichtig an, vor einer Runde klar Erwartungshaltungen auszusprechen.

    Natürlich entstehen dadurch Einschränkungen und diese Format spricht wahrscheinlich auch nicht alle Mitglieder an. Die ethische Vertretbarkeit dieser Einschräkungen ist durchaus einer Diskussion wert.

    Wie bereits im Discord erwähnt fänd ich sowas auch ganz interessant! Generell würde mich da auch jeweils ein bisschen Diskussion zu den Systemen, die wir da ausprobieren würden, interessieren. Wie seht ihr das so?

    Verfahrensvorschläge so generell:

    • Wer mitspielen will, muss auch Leiten :)
    • Wir machen uns eine fixe Reihenfolge aus, um den Leiter_innen gute Vorbereitungszeit zu geben
    • Die/der Leiter_in versucht Systeme zu wählen die er/sie bisher noch nicht geleitet hat


    Von meiner Seite würde ich folgende Systeme mal in den Ring werfen:

    • Torchbearer - ein Fantasy Dungeon Crawl RPG, das sehr stark an Spiele wie Darkest Dungeon erinnert. Gritty und Brutal
    • Zweihänder - der Spirituelle Successor zu Warhammer Fantasy Roleplaying 2nd Ed. Interessiert mich hauptsächlich weils Berge an Random Tables hat :D
    • Mobile Frame Zero: Firebrands - narrative Focused Mech Game. Hab da vor allem aus der Game Design Ecke sehr gute Dinge zu gehört, und würd mir das gerne mal mit einer Gruppe anschauen

    Hallo Zusammen. ich bin Omegon (Andi IRL, falls euch das lieber ist) und hab interesse bei Blades in the dakr mitzuspielen, auf Empfehlung von Makoto. Wenn ihr mich haben wollt, würde ich mich darüber freuen. Ich kann auf jeden fall diesen Samstag.

    Bin aber auch noch totaler Anfänger. Werd mir also jetzt erst mal die regeln reinziehen.

    Hey :)

    Freut mich, dass du zu uns gefunden hast! Ich hab dich mal auf die Liste geschrieben - bitte noch beim Termin zusagen.

    Wenn Wochenende auch den Freitag inkludiert, würde das für mich grundsätzlich auch gehen. Ich spiele freitags zwar alle 4 Wochen D&D - aber bei einem 14-Tages-Rhythmus, sollte sich das ja vereinbaren lassen.

    Dann würd ich mal vorsichtig Freitag 1930 anpeilen (auch wenn wir dann dem Vereinsabend Konkurenz machen) - passt das soweit? MakotoTheWitch  Kyesh  Katharina


    Ich würd auch gleich sagen wir können diese oder nächste Woche mit der Session Zero reinstarten

    Inspiriert von einem Youtube-Video, würd ich gerne die Frage an alle hier stellen:

    • Was hat dich dazu gebracht das Rollenspiel zu probieren?
    • Und, warum bleibst du weiterhin dabei?
    • Essenziell, was mach das Rollenspiel für dich zu was besonderem?


    Ich bin schon gespannt auf eure Antworten :)

    Ich persönlich komm meistens mehr aus der Play to find out what happensKategorie - und das auch wenn ich GM bin. Aber ich kann auch grundsätzlich den Reiz an einem Play to find out why it happened this waySpielstil verstehen. Teilweise lässt sich das natürlich auch mischen, und manchmal ergeben sich interessante Möglichkeiten, wenn eins den Spieß umdreht.

    Die grundsätzliche Idee, dass Ende am Anfang fest zu legen, kommt soweit ich weiß aus der Schriftstellung. Und da macht es natürlich auch oft Sinn ein starkes Ende zu haben, da ein Ende meist in Erinnerung bleibt.

    Ich bin allerdings gar nicht so sicher, ob das überhaupt notwendig wäre beim Rollenspiel. Einfach weil doch viel der Erinnerungen und Momenten die uns beim Rollenspiel erhalten bleiben, eben nicht wirklich von der Linearität geprägt sind, wie sie es oft in Literatur sind. Da doch viel persönlicher Einfluss genommen werden kann (selbst in den Runden die darauf nicht den größten Fokus legen), bleiben uns gerade Entscheidungen und deren Auswirkungen, die wir selbst getroffen haben in Erinnerung.

    Das heißt jetzt nicht das literarische Techniken und Strukturen nicht dabei helfen können Ideen zu generieren oder sonst beim GMing zu unterstützen. Ich denke nur, dass die literarische Tradition im Rollenspiel keine Notwendigkeit ist.

    ich finde das System sehr interessant, habe aber bis jänner eher weniger zeit

    Hmm - bin mir nicht sicher ob ich grad bis Jänner warten würde. (Don't Overindulge ;) )

    Kannte das System bis jetzt nicht, aber habs mal überflogen und klingt wirklich interessant, und würde gerne mitmachen.
    Ab 16.11 habe ich allerdings nur noch am Wochenende Zeit.

    Von meiner Seite sollte Wochenende kein Problem sein - mal schauen wie die Würfel im Scheduling Game fallen :D

    Es gibt aber auch Leute, die gar keine narrative Control *wollen*, zumindest nicht mit ihrem aktuellen Charakter. In dem Fall ist es natürlich kompliziert, hier "Spotlight-Balancing" zu betreiben.

    Ja, dass passiert natürlich durchaus. Einerseits gibts Spieler_innen, die eher eine konsumierende Beziehung mit dem Spiel haben - da macht natürlich das Verteilen von Kontrolle über die Geschichte nur wenig Sinn. Ich denke aber, dass solche Spieler_innen auch eher dazu tendieren keine Aufmerksamkeit in die diveresen anderen Aspekte von Balance zu legen.


    Bezüglich Agency gegenüber der SL: Die meisten Systeme machen da nicht wirklich explizite Angaben meiner Erfahrung nach, daher ist das meistens etwas, was implizit im Rahmen der Gruppe abgeklärt wird (und oft nichtmal das).

    Hmm - das kommt natürlich auf das System an. DnD 5e versucht sowas ja beispielsweise mit dem Challenge Rating (wenn es als echte Hard Rule gehandhabt werden würde), indem die Mechanische Kapazität des SL* beschränkt wird und dadurch im Gegenschluss die Agency die Spieler_innen haben eingelotet wird.