Im Thread zur Vereinsabendplanung hat Tschaki ja hier gemeint, dass D&D5e als eines der Systeme in die Probe-Auswahl genommen werden soll.
Damit sich hier, wie geplant, mehrere SLs sinnvoll abwechseln können, wäre es gut, wenn sich einmal ein paar potenzielle SLs melden, aber auch, wenn sie sich auf ein paar gemeinsame Nenner für das Angebot einigen können, damit Spieler dann ihre Charaktere leicht von einem zum anderen mitnehmen können, man einen gemeinsamen Fundus an vorgefertigten Charakteren erstellen kann etc.
Ein paar Punkte, die mir diesbezüglich einfallen würden, und meine Präferenzen diesbezüglich:
- 2014/5e vs. 2024/5.5e? Ich persönlich kenne und besitze nur ersteres, von Rudi (falls er mitmachen will) habe ich auch gehört, dass er noch 2014 verwendet. Markus (falls er mitmahcen möchte) scheint derzeit 2024 zu verwenden. Sara verwendet eine Mischung aus beidem. Um Neulinge nicht über Gebühr zu überfordern, würde ich so eine Mischung hier aber eher nicht verwenden (auch wenn es nicht allzu schwer sein dürfte), zumal jeder SL wohl etwas anders mischen würde. Und, für mich am wichtigsten: Soweit ich weiß, haben wir in der Bibliothek derzeit nur 2014.
- Erlaubte Zusatzbücher? Ich bin ja ein Anhänger von "Corebooks/PHB only", um es für Bau und Regelkenntnis überschaubar und bei Bedarf leicht nachzuschlagen zu halten, vielleicht gemischt mit "Wenn du was von außerhalb verwendest, musst DU die Regeln kennen. Wo du nicht sicher bist, entscheidet für diesen Abend der SL." Auf jeden Fall würde ich aber auf in der Bibliothek vorhandene Zusatzbücher beschränken (keine Ahnung, welche das sind). Und oft sind Zusatzbücher auch einfach Power Creep, und wer sie nutzt hat klare Vorteile gegenüber PHB-only Spielern (weniger als bei 3.x, aber soll immer noch vorhanden sein - Silvery Barbs etc.).
- Ability scores? Gewürfelt oder Point-buy? Gewürfelt ist "mehr D&D" (auch wenn es mittlerweile abgeschwächt und zudem die letzte verbliebene Bastion zufälligen Charakterbaus ist), aber Point-Buy sicher fairer. Also würde ich eher zu letzterem greifen. Das erspart Neulingen eventuellen Frust.
- Kontinuität? Man kann hier entweder jede Runde als "Blank Slate" mit stets gleichen Bedingungen starten, also keine Charakterentwicklung (XP, Übertragung von Beute etc.) zulassen. Das würde viele Probleme (in Folge besprochen) ersparen, aber gleichzeitig ein anderes schaffen: Viele Vereinsspieler würden vermutlich nicht mitspielen wollen, um die Runden für Neulinge, an die sich das 5e-Angebot primär richten soll, aufzufüllen. Falls man ein paar Leute findet, die regelmäßig bereit wären, für den Fall des Falles vorbei zu kommen, auch wenn sie keinen Charakter entwickeln dürfen, wäre das toll, aber erfahrungsgemäß würde ich eher nicht damit rechnen. Vermutlich ist eine Kontinuitäts-Möglichkeit, mit allen entstehenden Problemen, also einfach notwendig, um das Angebot überhaupt aufstellen zu können...
- Stufen-Problematik? Das große Problem, wenn Charaktere in D&D öfter, aber unabhängig voneinander, gespielt werden, ist, dass Stufen-Unterschiede ziemlich groß sind. Das kann man weitgehend kompensieren, indem man die Runden auf Roleplay oder zumindest wenige und nicht auf reines Metzeln reduzierte Kämpfe auslegt (bei Kämpfen sind die Unterschiede am deutlichsten; zumal Kämpfe in 5e ohnehin unverhältnismäßig viel Spieltisch-Zeit fressen dafür, dass vielleicht nicht jeder Mitspieler damit angesprochen wird), aber das müssen die beteiligten SLs auch wollen. Die Unterschiede sind in den niedrigsten Stufen am höchsten, und nehmen dann graduell ab. Andererseits sind hohe Stufen für Neulinge, die einen unbekannten Charakter vorgelegt bekommen, wegen der schieren Fähigkeitsfülle auch ungeeignet. Mein Kompromissvorschlag wäre, auf Stufe 3 zu starten, da sind die Probleme, sich zurecht zu finden, noch nicht zu exzessiv, aber schon genug Basis-Fähigkeiten und HP vorhanden, um nicht völlig nutzlos zu sein, oder beim ersten Gegenwind sofort zusammen zu klappen.
- Setting? Charaktere zwischen mehreren SLs zu übertragen, die sich dann vielleicht immer wieder in unterschiedlichen Konstellationen treffen, funktioniert glaubhafter, wenn sich die SLs auf grundlegende Setting-Gemeinsamkeiten einigen. Der Klassiker ist "Hub and Surroundings": Ein Treffpunkt, wo man auch Aufträge erhält, Einkäufe erledigt etc., und viel "Umland", wo einzelne SLs dann ihre Abenteuer unterbringen können, ohne sich dabei groß in die Quere zu kommen. Ein Beispiel wäre der "West Marches"-Stil, mit einer Stadt an der Grenze zu wenig erschlossener Wildnis. Sara hat auch einen extradimensionalen Hub vorgeschlagen, von dem aus man zu verschiedenen Welten springen kann, im Auftrag einer Organisation.
- Magische Gegenstände und sonstige Belohnungen? Neben der Stufe können auch hier starke Charakter-Diskrepanzen entstehen. Ein Vorschlag von Sara war hier, wieder auf eine Organisation zu setzen, zu der die SCs alle gehören. Da können neue Leute teilweise auf einen Organisations-Fundus zurückgreifen, um Rückstände auszugleichen. Und vielleicht wandert ein Teil der spielmechanisch relevanten Beute auch in diesen gemeinsamen Fundus anstatt nur in die Hände der häufiger gespielten Charaktere. Persönlich, und unabhängig von der Beute-Problematik, habe ich auch außerhalb von D&D gute Erfahrungen mit so einem Konzept gemacht für eine epsiodenhafte Kampagne.
- Hausregeln? Ein D&D5-Problem ist auch, dass die Grundregeln fast völlig auf einen durchschnittlichen 6-Encounter-Adventuring-Day ausgelegt sind, bevorzugt in einer Dungon-mäßigen Umgebung. Am stärksten sieht man das an der short-rest-vs-long-rest Klassendiskrepanz, aber auch an anderen Dingen wie den verfügbaren Zaubern und deren Funktion (entweder kampfbasiert oder "Poof - your problem instantly goes away, even if this infringes on other classes' capabilities"). Bei Neulings-Abenteuern, die an einem Abend abschließbar sein müssen, ist man aber von einem 6-Encounter-Day notwendigerweise weit entfernt, und praktisch jedes Abenteuer wird immer mit voller Ressourcenverfübbarkeit starten, ohne Notwendigkeit, sich die Ausgabe irgendwie einzuteilen. "Nova wins". Teilweise kann man solche Dinge kompensieren, indem man Hausregeln erlässt (z.B. Bedingungen für short oder long rests) oder als problematisch empfundene Zauber oder Klassenfähigkeiten verbannt. Aber erstens sollten sich die SLs hier auf etwas einigen, damit sich Spieler noch irgendwie auskennen können, und zweitens sollte man die Anzahl der Änderungen minimieren, aus dem selben Grund.
Soweit meine ersten Gedanken zum Thema. Weitere sind erwünscht.
Im Übrigen gehe ich davon aus, dass ich einer der Anbieter sein werde, einfach, weil sich sonst nicht genug finden, und ich oft Zeit habe. Es ist kein Geheimnis, dass ich D&D5, vor allem aus SL-Sicht, für meinen bevorzugten Stil nicht als passendes System empfinde. Aber ich biete es bei Bedarf an, einfach weil es so nachgefragt ist. Wobei ich nur die 2014er Corebooks hinreichend gut kenne.
Fenrir13Ice hat ebenfalls gemeint, sie stünde als Spielleiterin für so etwas zur Verfügung.
Von Thoran oder Pallando weiß ich zumindest, dass sie derzeit regelmäßig D&D5e im Verein anbieten. Ich weiß aber nicht, ob sie lieber bei ihren eigenen Kampagnen bleiben wollen, oder ob sie auch für solche Neulinge-Einzelabenteuer zur Verfügung stehen würden. Oder ob sie überhaupt noch Zeit dafür finden würden. Für soclhe Vereinsabend-Runden müsste man sich am besten schon einige Wochen vorher für einen Termin zur Verfügung stellen, und selbigen dann auch sehr verlässlich wahrnehmen können. Und das ist einfach nicht für jeden machbar.