Hab grad die verlinkten Files angeschaut.
Die Division-9-Spanierin kommt mir eher "zuviel des guten" vor. Eigentlich ist der Charakter relativ simpel und schnell erklärbar, aber hat dann doch eine solche Liste an Details, die man alle im Kopf zu behalten hätte, dass selbst ich als erfahrener Spieler im Spiel zumindest 50% davon vergessen würde: Schuldgefühle, wo man nicht weiß "In welchem Ausmaß soll ich die jetzt in der Mission sichtbar werden lassen"; oder wie sie üblicherweise dasteht - das erwähnt man vielleicht einmal kurz bei der Charaktervorstellung, dann haben es alle sofort wieder vergessen (genau wie festgelegte Haarfarben etc. - kein wirklicher Mehrwert, bloss eine Einschränkung für den Spieler, der das vielleicht lieber anders hätte). Abgesehen davon, dass es einfach einige Zeit braucht, sich das alles durchzulesen (viele wählen ihren Charakter wohl erst am Spieltisch; und sowieso wollen die meisten spielen, nicht lesen).
Bilder sind prinzipiell sehr gut, weil sie vieles schnell vermitteln, aber vielleicht mit dem dazugesagten Satz: "Als Anregung." Nicht: "Der muss jetzt genau so aussehen." Eventuell sogar zwei Beispielbilder unterschiedlichen Geschlechts oder so, falls das nicht groß spielrelevant ist. Ich habe zwar gefühlt eher wenige Spieler erlebt, die hier für ihre Charaktere klare Präferenzen hätten, aber es gibt sie.
Am besten finde ich im Katalog den/die Nitro von Bullet & Bigbang. Knapp aber prägnant, da weiß jeder gleich, wie er oder sie zu spielen wäre.
Vor allem, weil: Was den Charakter ausmacht, steht hier gleich neben dem Namen in der ersten Zeile. So was halte ich für besonders wichtig. Bei vielen deiner Charaktere kommt "warum ich diesen Charakter wählen sollte" erst am Schluss. Das gehört meiner Meinung nach ganz nach oben und fett: Eine aussagekräftige Minimal-Charakterisierung mit vielleicht 3-6 Worten für die schnelle Erstauswahl.
"The Speed Freak Driver" - Da weiß ein Spieler sofort, was er bekommt, und hat auch gleich ein Bild dazu im Kopf. Das Zitat drunter ist auch ein netter Touch, um einem "Was" (er/sie kann) noch ein bisschen ein "Wie" (auszuspielen) hinzuzufügen. Aber gut zum "Was" passend, und allgemein genug, dass der Spieler dann die Details der Darstellung selber festlegen kann, ohne dabei wohl so groß aus der intendierten Rolle zu fallen, dass die Verbindungen zu den anderen Charakteren keinen Sinn mehr ergeben würden.