Beiträge von Paracelsus

    Dafür, dass die Runde sich in meiner ursprünglichen Intention eher um das Erkunden von Geheimnissen und persönliche Geschichten drehen sollte, schaut es jetzt eher nach Schlachtfeld aus. (Mein eigentlicher Plan gestern war, ein paar NSCs einzuführen, und auf nicht offen feindselige Interessenskonflikte hin zu arbeiten)

    Das lief dann aber ziemlich nach dem Chronicles-of-Darkness/Mage-the-Awakening Prinzip "Reiche den Spielern eine große Kanone, und schaue zu, wie sie allem um sich und besonders sich selbst in den Kopf schießen." Bloss, dass es nicht so geplant war von mir, und auch eigentlich nicht das, was ich als Fokus von Part-Time Gods gesehen hätte.


    Ums hier auch explizit gesagt zu haben: Das ist ebenfalls was auch ich von der Runde als Spieler erwartet habe, und immer noch eigentlich will dass sie ist.

    Mysteriöse (in der Regel nicht super-gefährliche, tödliche) Geheimnisse erkunden, persönliche Geschichten, ein Netz aus Interaktionen zwischen SC und NSC, Diplomatie und Diskussion darüber, wer was will und wie man miteinander auskommt, der Zwiespalt zwischen dem verborgenen Göttlichen und dem Sterblichen, an dem man festhalten muss um nicht komisch drauf oder gar wahnsinnig zu werden und den Komplikationen, das Sterbliche vom Göttlichen immer so ganz beschützt und getrennt zu halten.

    Hin- und wieder, nach langem Aufbau oder als kleinere "Hoppala"-Scharmützel wie ursprüngliche Minotaurus-Encounter oder als "Boss" am Ende von längeren Handlungssträngen kann und soll es ja auch heißer hergehen, vorzugsweise verbunden mit einer Reihe von weiteren Ereignissen wo man versucht Leute auf seine Seite gegen den Boss zu ziehen und Ressourcen dafür zu sammeln, oder den Boss indirekt zu schwächen damit der eben gar nicht erst ein ganzes Stadtviertel bedrohen kann.


    Ich will absolut kein Schlachtfeld wo die Luft voll Blei ist, die Stadt voller Leute und Monster die mich jederzeit überfallen wollen und/oder wo es nur darum geht Macht an sich zu raffen, koste es was es wolle und jeder der im Weg steht ist halt ein Kampf-Encounter.
    Dafür hätte ich halt Shadowrun gespielt, oder D&D, oder die Raffriders wo es ja darum geht schwerbewaffneter Söldner zu sein (und Raffriders ist großartig, aber halt genau das, was ich grade nicht vertrage als p&p-Spieler). Von dieser Runde hatte ich gehofft, dass sie eben was ganz anderes ist in der Hinsicht als Abwechslung, weil wofür gibt es sie sonst, ganz banal gesagt? Wenn wir mehr Krieg und Zerstörung und pausenlose Gefahr und Kampf wollten, dann könnten wir (überspitzt gesagt) unseren SL einfach um mehr Raffriders-Termine stattdessen bitten.


    Zur letzten Not gibt es das Mittel (das glaub ich auch im Regelwerk oder einem der Erweiterungsbände angesprochen wird) sich drauf zu einigen zurückzuspulen wenn Dinge zu sehr schief abgebogen sind, zu sagen alles ab einem bestimmten ist nicht passiert, weil sonst die ganze Runde im Kübel wäre auf eine Weise, wo sie nicht gescheit wieder rauskommt.
    Dann ist das alles nicht passiert, oder falls passend und bevorzugt war es eine seltsame Art von geteilter Vision oder irgendein mächtiger Zeit-Effekt ist getriggert oder bewusst eingesetzt worden und hat die Zeit zurückgedreht, nur Sparkträger erinnern daran, ein neues Mysterium.

    Celes würde argumentieren, sich für ne Weile nun vom Ort des Geschehens fernzuhalten. Was auch immer da unten liegt, wir haben keinen Schimmer was es ist außer dass es weit über unserer Kragenweite liegt und wir sollten damit nicht rumpfuschen wenn wir nicht absolut müssen. Nach dem Debakel erst recht nicht.

    Gehen wir lieber auf sicherer Distanz nachforschen, was zum Hades das eigentlich sein soll/könnte und wer die zwei Typen sind und wie sie damit verbunden sind. Wenn sie sofort losballern nur damit es vergraben bleibt muss irgendein sehr dringender Grund dahinterstecken (so oder so), und den wüsste ich gerne bevor wir irgendwas anderes in der Richtung tun.

    Falls irgendwelche Sterblichen es ausbuddeln wollen, und die das auch definitiv auch ned sollten, dann werden die zwei sicher wieder was dagegen unternehmen, also können wir mal aus sicherer Distanz abwarten und beobachten. Weil, wie gesagt, wer-auch-immer die sind, die wissen eindeutig was, das wir nicht wissen. Wollen sie es selber haben? Liegt dort unten eine antike Nuklearwaffe, die die Stadt hochjagen könnte falls irgendwer sie sorglos ausbuddelt? Celes würde bei bisherigem Wissensstand mal eher von zweiterem ausgehen (und dass es irgendwas Nekromantisches ist), und für ersteres kann man ja so observieren, wie die unbekannten das ja eindeutig auch gemacht haben.


    Als Spieler will ich auch keine solche Eskalation, zumindest nicht an Tag 1 und von null auf hundert. Das ging schief, wir wissen ned mal was da eigentlich los war, also fürs erste Finger weg, Dinge sich beruhigen lassen und friedlich (und vorsichtig, jetzt wo großer Alarm ist) beobachten und nachforschen am Rande, während wir uns für ne Zeit anderen Dingen widmen, die auch unsere Aufmerksamkeit bekommen sollten.

    Nur kurz zur Klärung:

    Wenn ich mir einen Gottheit aussuch', muss die aus einer bestimmten Kultur kommen z.B. olymp. Götter oder kann ich auch z.B. aus der nordischen/babylonischen/ägyptischen/aztekischen/... eine wählen?

    Bzw kann man auch eine Gottheit erfinden?

    Danke!



    Du suchst dir keine Gottheit aus, und auch keine spezifische Kultur – du überlegst dir eine "Domäne", von der dein Charakter der Gott ist (oder einer der Götter dieser Domäne, es darf mehrere geben denke ich).
    Gott der Sonne, Gott der Todes, Gott der Liebe, Gott der Mehrwertsteuer, Gott der Eisenbahngewerkschaft, Gott der sozialen Medien. Irgendetwas, was als ein abstraktes oder greifbares Konzept mit einem einzelnen Begriff beschrieben werden kann.

    Nicht alles ist gleich sinnvoll geeignet – überleg dir ein paar Dinge, die du interessant findest und frag morgen beim Treffen den Spielleiter, was davon am besten funktionieren würde.

    Dein Charakter ist irgendein normaler Mensch, der dann irgendwann auf einmal der Gott davon wurde, und kann komplett unabhängig davon aus jeder Lebenslage oder Umfeld kommen.

    Über die Theologien brauchst du dir ned Gedanken dabei machen. Die sind im Grunde recht verschworene Gesellschaften, von denen jede ihre eigenen Macken haben und deren kultureller Anstrich ist nur, wie sie sich selbst präsentieren (Du musst auch keiner angehören, und kannst auch später einer beitreten im Prinzip).

    Paracelsus hat einen neuen Termin erstellt:

    Zitat

    Die Gruppe, die sich den Weg im hohen Gebirge gen Westen teilt wächst an: Eine Hippogryphenfamilie, unter dem Versprechen von Zuflucht, zwei junge Koboldschwestern, die Abenteurer-Lehrlinge sein wollen, eine alte Kräuterzwergin, die ihrem Enkel der in der Stadt ein Lotterleben führt die Meinung geigen will und ein gnomischer Erfinder, der aus seinem Dorf gejagt wurde und einen weltoffeneren Lehrmeister in der fernen Großstadt sucht.

    Ich hatte halt das Gefühl, dass der Großteil mit seinen Kräften unzufrieden war oder nicht wirklich etwas gefunden hat, was ihm zusagt.

    Ich hab vielleicht auch auf ein paar simple Rang 1 Helden gehofft, um da mal hineinzukommen


    Das größte wirkliche Problem war einfach ein Grundbuch für sehr viele Leute bei einem neuen System, wo daher jede/r lange suchen musste welche Kräfte es überhaupt gibt und wo alles steht – wenn du D&D mit 5-6 Neulingen bauen würdest und selber auch neu bist und alle davon sich beim Bauen zwei Feats, einen Background und 3+ Spells aus mehreren seperaten Listen suchen müssen und keiner so genau weiß noch wo was steht, dann wäre das genauso chaotisch abgelaufen.

    Was du zur Vereinfachung hättest sagen können z.B. wäre "Jeder nimmt mal nur eine Power und wir fangen mit dem ersten Schultag an, die restlichen Sachen für Rang 1 sucht ihr euch dann nach 1-2 Sessions aus."

    Aber sowas sind immer die Anfangsschwierigkeiten. Ich will es auf jeden Fall spielen, und vorher kann man nicht beurteilen wie gut das System funktioniert oder wie sehr oder wenig es mir am Ende gefällt.

    Da ich das Gefühl habe, dass das System bei der Charaktererstellung eher weniger Anklang gefunden hat, ist meine Motivation etwas zurückgegangen.

    Die Academy werde ich auf Eis legen bis auf Weiteres und das Einstiegsabenteuer mal bei der Schatzkiste leiten oder so, um zu sehen, ob das Regelwerk überhaupt Anklang findet und wie sehr ich mich darin sicher fühle.

    Werde einstweilen wohl zu D&D zurückgehen und evtl Oneshots leiten



    Aus meiner Sicht hätte ich nicht gesagt "wenig Anklang", sondern eher das es etwas ungewöhnlich und verwirrend war. Es schien ein relativ cinematisch-narratives, rules-light System zu sein mit tonnenweise hochspezifischen Powers um spezifische existierende Marvel-Charaktere nachzubauen und etwas wenig eher "generellen" Sachen die nicht direkt auf existierenden Helden und Bösewichten basieren.

    ABER:
    Ich würde es trotzdem wirklich sehr gerne einmal spielen!
    Mir sind keine k.o.-Kriterien aufgefallen, nur ein mehrere "das ist irgendwie seltsam"-Punkte, und wie gut das ganze tatsächlich funktioniert weiß man erst wenn man es ausprobiert hat.
    Und generell: Das Setting mit der Junghelden-Akademie ist etwas, das ich schon seit Jahren einmal wieder spielen wollte. Ich finde meinen Charakter interessant. Ich fand die Charaktere von allen anderen Spielern faszinierend und sehr interessant.

    Und ich weiß nicht ob es den anderen auch so geht, aber ich war begeistert dabei nicht wegen dem System, sondern wegen dem Setting, der Grundidee der Runde. Das wichtigste ist, dass die Gruppe gut zusammenpasst, in die Runde passt und dass alle Spieler ihre Charaktere spielen wollen und sehen wollen, was beim nächsten Abenteuer passiert – und dem danach.
    Ein System ist etwas, das ruhig im Hintergrund etwas verblassen kann sobald die Gruppe sich an dieses gewöhnt hat, solange es sich mit dem, was die Runde sein soll, nicht völlig spießt oder dem Ausspielen der Charaktere und der Handlungen zu oft aktiv in die Quere kommt statt dieses zu unterstützen.

    Ich würde so eine Runde mit oder ohne das spezifische System gerne zumindest mal probieren wollen.

    Wie siehts Mittwoch aus?

    1830?


    Sollte machbar sein von meiner Seite, glaub ich.
    Online am Discord-Server, oder in Person antanzen? Weil nur nen Charakterzettel ausdrucken und gemäß Instruktionen ausfüllen kann ich auch im voice chat, da brauchen wir nicht in der Sommerhitze quer durch die Stadt gondeln^^
    Und was ist mit den Anderen?

    Paracelsus hat einen neuen Termin erstellt:

    Zitat

    Die zahlreichen Anklagepunkte der Stadt gegen den Hexenmeister waren schwer... und so hat dieser ohne zu zögern zugestimmt, als der befreundete mysteriöse gnomische Einsiedler Piscequerusflumenis einen Hinterzimmerdeal mit der Obrigkeit ausverhandelt hat um ihn für ein recht großzügiges Wergeld freizukaufen. Teil der Abmachung ist, dass der Hexer bis zur Ableistung des bezahlten Geldes (plus Zinsen) in die Dienste des Gnoms tritt und dies mit einem Geas garantiert wird – was, da dieser ein Freund ist, immer noch um Welten besser ist als die juristische Alternative.

    Auf Ansinnen von Piscequerusflumenis und seiner Schwester – und weil die Hälfte der Gruppe Aufgrund der jüngsten Ereignisse die Region für eine Weile ohnehin hinter sich lassen sollten/wollten – hat man sich gemeinsam einer Halblingskarawane auf dem Weg nach Norden angeschlossen, den ganzen Weg hinauf zu den Ausläufern des nördlichen Gebirges um, so meinten die Gnome, "einer Spur zu folgen"...

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    Höret, höret!

    Nach dem perfiden Mord an unserem geliebten Stadtmeister Passus befindet sich ein hochrangiger Priester aus der Königsstadt bereits auf eiligem Weg hierher um ihn, so seine ehrenwerte Seele aus dem Reich der Toten zurückzukehren bereit ist, wieder ins Leben zurückzurufen! Also verzagt nicht, gute Bürger!

    In weiteren Neuigkeiten wird dem Schuldigen– ich meine natürlich dem vermeintlich Schuldigen hinter der Explosion in der Tulbachstraße, bei der acht ehrbare Personen schwerst verletzt und um Haus und Heim gebracht wurden und einige Kobolde zu Tode kamen, nächste Woche hinter verschlossenen Türen der Prozess gemacht! Ich weiß, ich weiß: Ein Skandal! Wir, das Volk verdienen es anwesend zu sein! Ich rieche einen Komplott! Wer dagegen demonstrieren will, der soll sich in dem kommenden Tagen vor dem Gerichtsgebäude einfinden und seinem Unmut laute Stimme geben!