Beiträge von Sidellan


    Ums hier auch explizit gesagt zu haben: Das ist ebenfalls was auch ich von der Runde als Spieler erwartet habe, und immer noch eigentlich will dass sie ist.

    Mysteriöse (in der Regel nicht super-gefährliche, tödliche) Geheimnisse erkunden, persönliche Geschichten, ein Netz aus Interaktionen zwischen SC und NSC, Diplomatie und Diskussion darüber, wer was will und wie man miteinander auskommt, der Zwiespalt zwischen dem verborgenen Göttlichen und dem Sterblichen, an dem man festhalten muss um nicht komisch drauf oder gar wahnsinnig zu werden und den Komplikationen, das Sterbliche vom Göttlichen immer so ganz beschützt und getrennt zu halten.

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    Genau das Fettgedruckte hast du jetzt und garantiert in den nächsten Runden. Diskussion heißt unterschiedliche Sichtweisen und so wie die Charaktere gebaut sind, gerade mit ihren Lebensläufen, Bonds und Interessen, wird es da verschiedene Herangehensweisen geben (manches so wie du es dir vorstellst und manches wohl anders). Insbesondere die Thematik der Bondpflege beinhaltet den meisten Konfliktstoff. Aber genau das macht es ja interessant und spannend.

    Sicht als Spieler: Alle Aktionen waren logisch nachvollziehbar und haben eben teilweise überraschende Folgen gezeitigt, die jedoch aus Spielersicht nicht vorhersehbar waren (also wir haben nichts übersehen). Allerdings sehe ich daraus auch viele neue Chancen und Möglichkeiten. Als Debakel oder Desaster hätte ich es absolut nicht bezeichnet, sondern schlicht als teils überraschende Entwicklung, jedoch ist es dadurch auch deutlich spannender und auch interessanter geworden. Also ich freue mich wirklich schon sehr auf die nächste Runde.


    Sicht meines Characters: Mark ist weder ein Typ, der sich einschüchtern lässt (er ist gewohnt ggf. andere einzuschüchtern) noch akzeptiert er Angriffe auf seine loyalen Mitarbeiter, die genau deshalb ihm gegenüber so loyal sind. Grundsätzlich sucht er nicht den offenen Konflikt (schlecht für´´ s Business), aber er scheut auch keine Konflikte und auf Grund seines bisherigen Lebenslaufs ist er ziemlich angstbefreit (bonus resistance fear). Dementsprechend ist die Interpretation klar, dass da jemand Ärger mit ihm will und den kann er haben. Weil wenn es den Scharfschützen wichtig gewesen wäre, nur das Ausgraben zu verhindern, hätten wohl auch Schüsse auf den Grabungsort als Warnung gereicht. Das gezielte Feuer inklusive dem Tod eines Mitarbeiters, aber v.a. der Verletzung seines hochgeschätzten Stellvertreters (ein lvl4 Bond ist nunmal gewaltig viel) ist eine klare Kriegserklärung und wasimmer da vergraben ist, ist wichtig. Die Sniper, egal ob spark oder nicht, werden wohl dafür bezahlen müssen. Dass sie Infos haben, die nützlich sind, führt nur dazu, dass eine entsprechende Befragung im Optionenkatalog vorgesehen ist, bevor ggf. nachhaltigere Maßnahmen gesetzt werden. Das "Rinderproblem" wiederum läßt sich vermutlich mit einer gut geplanten Jagdsafari lösen und macht ihm daher sicher keine grauen Haare und der beschädigte Hafendistrikt ergibt ein paar gute Vorwände um mit dem Bürgermeister ein kleines Meeting zu machen und dabei das Stadtparkthema gleich mit zu "erschlagen".

    Ja, aber ob einer oder zwei. Das waren unschuldige Sterbliche. Du verstehst schon. ;)

    Da will man ganz harmlos ein potentielles Artefakt bergen (setzt alles daran, dass niemand zu Schaden kommt, schläfert mühsamst Polizisten ein, obwohl erschießen leichter gewesen wäre) und wird dann von Scharfschützen aufs Korn genommen. Welch Überraschung, wir schießen zurück :D

    Mein Character will sicher weiterhin das Artefakt bergen (Prio1) und dass er nach dem Tod zweier Handlanger, einem angeschossenen Stellvertreter und einer Kugel im Arm plus seinem Background nicht mit den Schultern zucken wird, ist wohl korrekt.

    Eindrücke als Spieler von Part-Time Gods:

    Die Grundidee ist eine angenehme Abwechslung zu den sonst üblichen 0815-Systemen und durch die Pantheonmöglichkeiten wie auch das Territoriumsystem ergeben sich andere Questmöglichkeiten.

    Wie Smirg schon geschrieben hat, waren die vorgefertigten Charactere, nunja, tlw etwas schräg. Entweder extremst systemoptimiert, was aber m.E. inhaltlich wenig zusammen passte oder wieder absolut nicht zusammenpassende Kombis (als Sonderfähigkeit ein Bonus auf eine Fertigkeit, diese Fertigkeit jedoch Basiswert auf Null). Also Eigencharactererstellung ist hier definitiv ein "muss" und erhöht sicher den Spielspaß gewaltig. Das System beinhaltet eine ganze Reihe von netten Ideen (Fragmente um Ergebniswürfe zu verbessern, gemeinsamer Würfelpool für wichtige Situationen, Stadtterritorium, Domänennutzung usw) und die verschiedenen Szenen in unterschiedlicher Besetzung, genauso wie das Unterstützungssystem bei gemeinsamen Aktionen ist sehr gut durchdacht.

    Zuletzt noch ad Kämpfe: Wir hatten zwar nur den Endgegnerkampf, aber die Balance ist m.E. nicht optimal. Es scheint mir zu einfach in Hinblick, dass die Helden viel zu stark sind (oder die Monster zu schwach). Durch das extreme Würfelglück (ein W10 kann 0-2 Erfolge bringen) sehe ich bei Kämpfen auch große Herausforderungen für den Spielleiter um die Gruppe weder zu unterfordern noch mit einem Wurf umzubringen.

    Zitat von TGH1978

    Anthroconny  Sidellan Bitte nicht an den nachfolgenden Zeilen mit "Regel-Geschwafel" "verzweifeln", wenn Ihr einen Pregens (vorgefertigte Charakter) nehmen wollt, kann euch das alles egal sein, und falls Ihr auch einen Charakter bauen wollt, dann helfen wir natürlich Schritt für Schritt dabei.

    Keine Sorge, so leicht bin ich nicht abzuschrecken. Ich lese mich gerne ein und außerdem habe ich ein paar Jahrzehnte RPG-Erfahrung inklusive Eigenregelwerkerstellung. Würde also eher einen Character selbst erstellen, da ich genau das am meisten beim Rollenspiel liebe ;)